Historisches2019-03-13T22:04:05+01:00
Das Gutshaus Ehmkendorf im Jahr 1998Frontansicht - Gutshaus Ehmkendorf in Mecklenburg VorpommernGutshaus Ehmkendorf in Mecklenburg Vorpommern im Winter - Frontseite

Historisches über das Gutshaus Ehmkendorf in Mecklenburg

Das um 1790 als Meierei des Gutes Stubbendorf errichtete Gebäude wurde unter Röper 1843 ein Allodialgut. Ab 1864 erhielt das Gutshaus Ehmkendorf durch von Schack seine heute noch erkennbare architektonische Gestatlt. Aus einem einfachen Putzbau mit Kröpelwalmdach entstand nach südlicher Erweiterung, dem Anbau von zwei giebelständigen Seitenflügeln und der Errichtung eines von Staffelgiebeln und Filialen gekrönten Mittelrisalits, eine neogotisch anmutende Dreiflügelanlage.

Enteignung und Bodenreform zerstörten 1945/46 auch in Ehmkendorf traditionelle Strukturen der Gutswirtschaft… Das Gutshaus wurde gebraucht – war Zuflucht, Durchgangsstätte und für viele Suchende ein Zuhause.

Neubauern nutzten Wirtschaftsgebäude und Stallungen… Die spätere Zwangskollektivierung überlebte dann nur, was unmittelbar noch von Nutzen war. In den 60iger Jahren und später stark überformt und baulich sehr vernachlässigt, war es Wohnsitz, Verwaltungs- und/oder Dienstleistungsgebäude.

Anfang der 90iger Jahre wieder in Privatbesitz, wurden 1997/98 erste bauliche Sicherungen durchgeführt. 2005 wurde das Gutshaus komplett entkernt. Im Juni 2006 konnte dann endlich eine behutsame Vollsanierung zügig begonnen werden. Im September 2007 wurde das nun sanierte Gebäude als Wildkräuterhotel Gutshaus Ehmkendorf wieder eröffnet.

FeWo Mohnblume - Urlaub im Gutshaus Ehmkendorf in Mecklenburg VorpommernZimmer Waldmeister - Urlaub im Gutshaus Ehmkendorf in Mecklenburg VorpommernFeWo Kornblume - Urlaub im Gutshaus Ehmkendorf in Mecklenburg Vorpommern
  • 1179/1210
    Heinrich von Bützow erhält u.a. Ehmkendorf als Lehen
  • nach 1240
    Reinke, Reimberts Sohn, besitzt Ehmkendorf
  • 1267
    Arnold und Johann, Brüder von Reinke und Söhne von Reimberts, erhalten Ehmkendorf als Lehen.
  • 1371
    Bistum Schwerin erhält Ehmkendorf gegen ein Pfandgeld.
  • 1450
    Klaus von der Lühe auf Schulenberg, Sülze und Marlow, vermutlich mit Ehmkendorf.
  • 1509
    Achim von der Lühe auf Schulenberg
  • 1632
    Volrad von der Lühe auf Schulenberg und Fahrenhaupt, mit Ehmkendorf.
  • 1633-1667
    Eggerd von der Lühe auf Schulenberg und Fahrenhaupt und Dettmannsdorf mit Ehmkendorf.
  • 1668
    Kinder des Eggerd v.d.Lühe erben Schulenberg, Fahrenhaupt, Dettmannsdorf und Ehmkendorf.
  • 1707
    Johann von der Lühe ist Besitzer des Gutes Dettmannsdorf mit dessen Pertinentien Stubbendorf und Ehmkendorf.
  • 1670-1681
    sind das Gut und dessen Pertinentien (Nebengüter) verpachtet an Achim Wolf.
  • 1708
    Söhne des Johann von der Lühe zu Dettmannsdorf, Jacob und Christoph, Eckhardt, Adolph Friedrich und Joachim sind die Erben von Dettmannsdorf, der Meierei Stubbendorf und dem Bauerndorf Ehmkendorf.
  • 1775
    Ernst Carl Diederich von der Lühe ist Herr auf Dettmannsdorf, Kölzow, Gnewitz, Stubbendorf und Ehmkendorf.
  • 1783
    Doctor Herrmann Friedrich Beckmann besitzt Kölzow, Ehmkendorf und Anteile an Dudendorf.
  • 1784-1802
    Kammerjunker Georg Christph von Behr besitzt Kölzow, Ehmkendorf und Grünheide.
  • 1802
    Johann Hartwig Hundt erwirbt Kölzow, Ehmkendorf, Grünheide mit Anteilen an Fahrenhaupt und Dudendorf.
  • 1803-1819
    Gebrüder Kues sind Eigentümer von Ehmkendorf –damit wurde Ehmkendorf erstmals separat verkauft. Ab 1809 ist das Gut Ehmkendorf verpachtet an den Amtmann Jürgen Friedrich Röper.
  • 1819-1828
    Amtmann Friedrich Röper ist Gutsherr auf Ehmkendorf.
  • 1828-1843
    Wilhelm Heinrich Röper, Sohn des Amtmann Röper, besitzt Ehmkendorf, unter Ihm wird es 1843 Allodialgut.
  • 1843-1846
    Baron Emil von Bülow ist Eigentümer von Ehmkendorf.
  • 1846-1881
    Heinrich Christian Friedrich Adelbert von Schack besitzt das Gut Ehmkendorf.
  • 1881-1902
    Töchter von Schack, Clara, Marie, Anna und Magdalena Erben das Allodialgut Ehmkendorf.
  • 1902-1912
    Hans Otto Ullner ist im Besitz von Ehmkendorf.
  • 1912-1917
    Walter Behringer ist im Besitz von Ehmkendorf.
  • 1917-1927
    Eduard Jesse ist im Besitz von Ehmkendorf.
  • 1927
    Walter Steckel erwirbt Ehmkendorf.
  • 1933
    Teilverkauf an die Siedlungsgesellschaft „Hof&Hufe“.
  • 1937
    pachtet Friedrich Kleyboldt das Restgut Ehmkendorf.
  • 1945/46
    Bodenreform – Enteignung des Restgutes und Aufteilung an Neubauern.
  • ab 1945
    Nutzung als Schule, Konsum, Kindergarten und Schusterwerkstatt
  • 1990
    Kauf durch 3 Privatpersonen ohne gemeinsame Nutzungsvorstellung
  • ab 1995
    im Privatbesitz von Nora Fischer
  • 1996
    Gründung des Fördervereins zur Erhaltung und Nutzung der Gutsanlage Ehmkendorf, Unterstützung durch internationale Studentenworkcamps
  • 2005
    Beginn der Vollsanierung
  • 2007
    Eröffnung des Wildkräuterhotels Ehmkendorf durch die Fischer & Fischer GbR

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